Vaskuläre Demenz – die zweithäufigste Demenzform

Im Sommer diesen Jahres wurde die von einer Expertengruppe überarbeitete und aktualisierte "Leitlinie vaskuläre Demenz" von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie veröffentlicht.
Neben der Alzheimer-Demenz ist die vaskuläre Demenz weltweit die zweithäufigste Demenzform.

Was ist eine vaskuläre Demenz?
Vaskulär bedeutet, das krankhafte Veränderungen der Hirngefäße vorliegen. Dazu zählen z.B. Durchblutungsstörungen des Gehirns (Hirninfarkt / Schlaganfall) oder Hirnblutungen, aber auch Gefäßveränderungen und chronische Hirngewebeschädigungen die beispielsweise durch Bluthochdruck, Rauchen oder Diabetes mellitus verursacht werden. Selten können auch Entzündungen der Gefäße oder Infektionen zu Gefäßschädigungen führen.
Bei einer vaskulären Demenz entstehen die Störungen der kognitiven Funktionen (z.B. Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Kommunikation, Bewegungssteuerung etc.) im Rahmen der oben genannten Erkrankungen.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?
Um Gefäßschädigungen zu vermeiden oder ein Voranschreiten bestehender Gefäßveränderungen zu verlangsamen, ist vor allem die konsequente Behandlung der folgenden Gefäßrisikofaktoren wichtig:

Neben einer medikamentösen Therapie, liegt es zu großen Teilen am Patienten selbst, aktiv zu werden, damit die Risikofaktoren reduziert und mögliche Schädigungen des Gehirns verhindert werden.