Zinbryta (Wirkstoff Daclizumab): Ärzte sollen MS-Patienten kontrollieren

Der Tod einer Patientin aus Deutschland am Leberversagen und vier weitere Fälle einer schweren Leberschädigung veranlassen die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), die Indikation des MS-Medikaments Daclizumab vorerst einzuschrän­ken.

Der bei Multipler Sklerose (MS) eingesetzte Wirkstoff Daclizumab steht im Verdacht, die Leber zu schädigen. Die zuständigen Behörden überprüfen in Europa und Deutschland das mit diesem Wirkstoff arbeitende Medikament Zinbryta. Der Hersteller Biogen empfiehlt unterdessen, Daclizumab nicht mehr bei Patienten einzusetzen, deren Leber bereits vorgeschädigt ist, und rät, die Leberwerte der Patienten regelmäßig zu kontrollieren.

In einem Rote-Hand-Brief wird die Indikation entsprechend eingeschränkt und aktuell nur bei Patienten empfohlen, die eine hochaktive Multiple Sklerose haben.