Geistige Tätigkeit verbessert Hirnleistung bei MS-Patienten

Anspruchsvolle geistige Tätigkeiten in Beruf und Alltag kann bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) die sogenannte kognitive Reserve stärken und den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Das berichten Wissenschaftler der Universität Regensburg um Robert Weißert in der Zeitschrift Frontiers in Neurology (Influence of Formal Education on Cognitive Reserve in Patients with Multiple Sclerosis). In der Studie konnte gezeigt werden, dass auch Patienten die eine kürzere Schulzeit absolvierten, durch entsprechende kognitive Herausforderungen im Alltag und körperliche Aktivitäten ihre kognitive Reserve verbessern konnten.

Die kognitive Reserve ist ein geistiges Potenzial, auf das Menschen zurückgreifen, wenn die kognitiven Fähigkeiten schrittweise nachlassen. Sie können so Beeinträchtigungen der Hirnleistungen – beispielsweise bei einer Demenz –anfänglich noch gut kompen­sieren.

Eine anspruchsvolle geistige Tätigkeit, Bildung, berufliche Fertigkeiten, Sprachvermögen, ein reges Sozialleben und körperliche Aktivität führen zu einer ausgeprägten kognitiven Stimulation und können die kognitive Reserve vergrößern.