Therapie mit Diclofenac bei Patienten mit Gefäßerkrankungen

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) und das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) habe im Juli 2013 einen Warnhinweis für die Therapie mit dem Schmerz- und entzündungshemmenden Mittel Diclofenac bei Patienten mit Gefäßerkrankungen herausgegeben.

Bei Patienten mit einer mäßigen bis schweren Herzinsuffizienz, einer ischämischen Herzerkrankung (KHK), einer peripheren Arterienkrankheit (pAVK) oder einer zerebrovaskulären Erkrankung (Schlaganfall, Hirninfarkt, TIA) soll die Behandlung mit Diclofenac überprüft werden. Es wird empfohlen die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten erforderlichen Zeitraum anzuwenden.

Hintergrund ist, dass in einer Auswertung verschiedener Studien gezeigt wurde, dass Patienten mit den oben genannten Erkrankungen unter der Therapie mit Diclofenac ein gering erhöhtes Risiko von kardiovaskulären Nebenwirkungen haben.

Es wird nicht empfohlen die Therapie abrupt zu beenden. Sprechen sie vielmehr mit ihrem Arzt über mögliche Nebenwirkungen und alternative Therapiemöglichkeiten.